Presseberichte

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Buxtehuder Tageblatt 9.November 2018 (gekürzt)   

von Anping Richter

Der Buxtehuder Verein "Miteinander-Füreinander" hat jetzt ein Problem. Denn der Ausschuss für Soziales, Wohnen und Senioren der Stadt Buxtehude hat sich mit dem Haushalt 2019 beschäftigt und ihn nur mit der Hälfte des erhofften Zuschusses bedacht.

(Es folgen Ausführungen zum Sozialhaushalt und zum Sinn und Zweck des Vereins.)

Der Verein hatte einen Zuschuss von 7000 Euro beantragt, um seine Kosten zu decken.

Allerdings erst im Oktober, wie Nick Freudenthal (SPD) kritisch anmerkte. Er kritisierte auch den fordernden Ton des Antrags, in dem nicht transparent dargelegt sei, wofür genau der Verein das Geld brauche. Allerdings war der Verein auch nicht um einen Vortrag gebeten worden. Dörte Matthies (FDP) fand, dass der Verein in der Lage sein müsste, sein Büro aus eigenen Resourcen zu betreiben. Letztlich einigten sich die Ausschussmitglieder, die die Arbeit des Vereins im Grundsatz lobten, einstimmig auf einen ZUschuss von 3500 Euro. "Wir wissen jetzt nicht, wie es weitergehen soll", sagte Michael Töpel nach der Sitzung.

(Es folgen Aussführungen zu beantragten Zuschüssen zwei weiterer Vereine, denen entsprochen wurde.)

Buxtehuder Tageblatt vom 26.Januar 2018

Einsamkeit im Alter muss in Buxtehude nicht sein.

Viele Angebote für die ältere Generation – Aber: Netzwerke fehlen – Stadtverwalttung will einen Besuchsdienst für Ältere prüfen

von Franziska Felsch

BUXTEHUDE. Eigentlich müsste niemand alleine sein, angesichts der vielen Angebote, gerade für Senioren, meinte VHS-Leiter Dr. Dirk Pohl, der die Veranstaltung „Einsam in Buxtehude – nicht mit uns“ moderierte. Die Betonunglag auf einsam. Denn immer noch fühlen sich viele Menschen, nicht nur ältere, isoliert und allein gelassen.

Mit der Veranstaltungsreihe „Lange gut leben“ wollen der Verein Miteinander Füreinander und die Volkshochschule Buxtehude außer Informationen zu Themen wie Wohnen im Alter oder Gesundheit die Angebote für Senioren bekannter machen und Netzwerke ausbauen. Denn: In Buxtehude leben rund 9000 Menschen über 65 Jahre, Tendenz steigend, so Michael Töpel vom Vorstand von Miteinander Füreinander.Viele von ihnen wissen nicht, was für Möglichkeiten es gibt. Das will der Verein mit der VHS ändern. Deshalb waren Vertreter anderer Institutionen eingeladen,
ihre Programme vorzustellen, und die Zuschauer waren aufgefordert, Anregungen und Wünsche kundzutun. Nicole Rüsch, die Seniorenbeauftragte der Hansestadt Buxtehude, berichtete vom gemeinsamen Mittagstisch und weiteren Treffen für Ältere in der Begegnungsstätte Hoheluft. „Niemand muss alleine zu Hause sitzen“, so Rüsch.

Besonderen Spaß habe die Theatergruppe „Die Prothesen“, die sich mit einem kurzen Sketch präsentierten und damit die Botschaft verknüpften, nicht zu lange zu warten, sondern rechtzeitig selbst aktiv zu werden. Männer wollen es oft nicht wahrhaben oder zugeben, dass sie einsam sind, machten Heidelore Trusheim und Jürgen Engelhard, als Hase und Igel verkleidet, klar. Frauen seien in der Regel kommunikativer und fänden daher
schneller Anschluss.

„Das Problem der Vereinsamung betrifft auch Jüngere, aber die Gefahr der Isolation nimmt laut wissenschaftlichen Untersuchungen im Alter zu“, sagte Anja Ott von der VHS und betonte, dass die Volkshochschule für jeden Geschmack etwas Passendes biete. Was aber, wenn sich die Menschen einfach nicht trauen, rauszugehen. Der Tipp von Annegret Cord (Gemeinschaftliches Wohnen), „auf andere zuzugehen“, falle leider nicht jedem leicht, stellten die Podiumsteilnehmer fest. Auch wenn Vereine immer wieder um neue Mitglieder werben, so wie Gisela Gessenharter vom Kulturforum: „Wir sind eine Stätte der Begegnung und heißen jeden, nicht nur Senioren, willkommen.“

Ein großer Teil der Älteren falle nach dem Tod des Ehepartners erst mal in ein tiefes Loch, aus dem sie schwer alleine herausfänden, erklärte Pastor Dr. Mathias Schlicht. „Wir müssen einerseits Angebote machen, an denen die Leute Freude haben, andererseits muss man sie direkt ansprechen und eventuell sogar abholen zu den Veranstaltungen.“ 1300 Gemeindemitglieder über 75 Jahre werden von Ehrenamtlichen der St. Paulus Kirche pro Jahr besucht. Und wer gerne zu einem Konzert oder einer Lesung ins Paulsz-Café gehen möchte, aber nicht mobil ist, der könne mit dem Taxi fahren. „Das zahlen wir, und jeder darf das ruhig in Anspruch nehmen“, betonte der Pastor, denn das Geld für die Fahrten stamme aus der wöchentlichen Gottesdienst-Kollekte. Noch einen Tipp hatte Schlicht parat: „Macht die Seniorenkreise attraktiver, dann sagen die Leute das weiter.“ Nichts gehe über eine gute Mund-zu-Mund-Propaganda.

Claudia Schön wies auf das „Besuchstelefon“ der Malteser hin. „Leute, die keinen persönlichen Besuch wollen, aber trotzdem eine Unterhaltung wünschen, die werden von uns angerufen, und wir plaudern dann eine Weile mit ihnen“, stellte die
Leiterin des Besuchs- und Begleitdienstes das Konzept vor.

Den Vorschlag, das Hamburger Modell, einen Besuchsdienst für über 80-Jährige von Amts wegen, auch in Buxtehude umzusetzen, will Susanne Epskamp, die Leiterin der Fachgruppe Soziales, Wohnen und Senioren, prüfen. Die Anregung, Zettel mit Nachrichten wie „Wer will mit ins Kino oder ins Theater“ ans Schwarze Brett in ihren Mehrfamilienhäusern zu hängen, fand großen Anklang. Geplant ist außerdem, eine Broschüre mit allen Angeboten an die Haushalte zu verteilen.
 

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Buxtehuder Tageblatt vom 10.10.17

 

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